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Mittwoch, 23. Oktober 2013

MMM - Der Russische Rock

 
 

Warum der russische Rock?
Der Stoff erinnert mich einfach an die Umschlagtücher russischer Frauen. Diese sind mir von meiner Mutter und meiner Großmutter vertraut und mittlerweile trage ich selbst. Auf  dunklem leichten Wollstoff prangen kleine und große Rosen. Schon als kleines Mädchen habe ich mit diesen Tüchern gern verkleiden gespielt. Ich erinnere mich an das leichte Kratzen des Wollstoffes und an den Duft von Parfüm.
 
 
 
Meine Großmutter überließ mir einen Koffer gefüllt mit einigen "interessanten" Stoffen. Hier und Hier habe ich bereits zwei der Stoffe vernäht. Der Rosenstoff wanderte immer mal wieder durch meine Hände und ich dachte stets: Ach, der ist zu bunt, zu kitschig, zu synthetisch, ... aber irgendwie auch schön.
 
 
 
 
Nun bin ich froh, den Stoff nicht länger verschmäht zu haben. Der Rock gefällt mir richtig gut. Noch während des Nähens war ich mir nicht sicher, ob er für mich auch tragbar ist. Ich finde es wirklich immer wieder überraschend, wenn ein genähtes Stück am Ende seines Fertigungsprozesses seine "Persönlichkeit" entfaltet. Dabei ist entscheidend, ob Schnitt und Stoff zusammen passen, ob der Schnitt zu mir passt, und wie sorgfältig das Stück gearbeitet ist.
 
 
 
 
Vom Rockschnitt bin ich begeistert. Es handelt sich um einen  sogenannten Bahnenrock mit einem angesetzten Bund. Durch die geschwungene Form des Bundes passt sich der Rock sehr schön meinen  runden Körperformen an und hat ganz ohne Abnäher einen guten Sitz.  Ich habe mir fest vorgenommen,  weitere Röcke nach diesem Schnittmuster zu nähen.

 


Den Saum habe ich, wie im Schnitt vorgesehen, mit einer Kante aus schwarzem Baumwollstoff versäubert. Was zum leicht folkloristischem Charakter des Rockes beiträgt.
 
 
 
Und ein Blick in das Innere des Rockes verrät, dass er gefüttert ist.

Mit meinem Russischen Rock mache ich mich jetzt auf zu  den anderen MMM-Teilnehmerinnen, die heute von Melleni  (Danke!) willkommen geheißen werden.
 
 
 
 
 
 

Mittwoch, 4. September 2013

Me Made Mittwoch - im Echino-Rock Nr. 2

Guten Morgen!
Solange das Thermometer noch nicht in den einstelligen Bereich fällt, bleibe ich bei offenen Schuhen und nackten Füßen. (Strumpfhose & Co sind ja dann bald lange genug an der Reihe.)
Dazu trage ich heute einen einfachen, leicht ausgestellten Rock in A-Form.


Den Schnitt habe ich selbst aus dem Unterteil des S&S-Kleides zusammen gebastelt. Spendabel wie ich bin, gabs für jede Seitennaht eine Tasche. Das sieht nicht nur einen Tick sportlicher aus, sondern ist auch noch praktisch. Da die Taschen ganz schön rumbeulten, habe ich die Taschenbeutel von außen sichtbar abgesteppt, was zusätzlich einen schönen Effekt ergibt.


Der Stoff ist, wie bei diesem Exemplar, ein toller Leinenstoff von Kokka/Echino. Auf der Vorderseite ist ein großer Muster-Print, die Rückseite ist nur gepunktet. 


Damit der Rock gut in mein Leben  passt, habe ich ihn mit einem Bequem-Bund aus  Bündchenware, zum einfachen Reinsteigen ausgestattet. 
 
 
Vorhin habe ich ja schon mal geluschert und ganz, ganz viele schöne Frauen in noch schöneren Kleidern und Röcken gesehen. Ich bin wirklich begeistert und es macht mir viel Freude, am MMM teilzunehmen, der heute von der wundertollen Cat moderiert wird.
 
Viel Spaß beim Schauen!


Mittwoch, 28. August 2013

Me Made Mittwoch - Mein Sommerock

Heute ist der erste MMM nach der Sommerpause und ich freue mich wieder dabei zu sein.
Ich zeige euch heute den Rock, der mich durch den Sommer gebracht hat.
Ob am Strand, beim Grillfest, zum Flohmarktbummel, oder auch an einem ganz normalen Tag, dieser Rock ist mein Sommerrock 2013.
 
Heute, weil nicht mehr ganz so heiß,
 habe ich ihn mit Leggins und Strickjacke kombiniert.
 
Aber noch am Wochenende hat mir der Rock luftig um die  nackten Beine geweht...
 
 
 
Der Stoff ist aus einer eher dünnen Baumwolle gewebt
 und hat einen chinesischen Druck: Kirschblüten und Pagoden.
 Das Muster erinnert mich an ein chinesisches Teetablett meiner Urgroßmutter
 und ich fühle mich unwiderstehlich zu ihm hingezogen.
 
  
Stoff: Gekauft bei Frau Tulpe, Schnitt: Valeska von Farbenmix.

 
 
So, nach der langen MMM-Abstinenz bin ich doch sehr auf die Beiträge der anderen Damen gespannt. Gesammelt wird wie immer hier. Ich freue mich schon aufs Schauen.

Mittwoch, 21. August 2013

Kleines Gespräch, ein Kleid betreffend.




Es ist Abend, ein Haus am Rande einer großen Stadt, die Kinder schlafen. Wir sehen ein rotes Sofa auf dem  zeitungslesend ein Mann sitzt. Seine Frau setzt sich zu ihm.

Er: Ist das Kleid eigentlich neu?
Sie: Ja.
Er: Hast du es selbst genäht?
Sie: Nein.
Er zieht fragend die Augenbrauen hoch.
Sie: (darum bemüht ganz normal zu klingen) Das musste ich einfach haben, hat nur 320 Euro gekostet, war von 400 runtergesetzt. (Schaut ihn gespannt an.)
Er: schaut ungläubig.
Sie: Was ist?
Er: Ich wundere mich nur, dass du dir ein Kleid kaufst, wo du doch sonst immer selbst nähst.
Sie: (lauernd ) Gefällt es dir?
Er: (zögerlich) Ja.
Sie: (triumphierend)  Ha, hab ich selbst genäht.
Er: (erleichtert) Schön (Und  nicht sehr überzeugend) Doch, gefällt mir.
Sie:(mit leicht beleidigtem Unterton) Es gefällt dir nicht.
Er: (ganz leicht genervt) Doch.
Sie: (sehr energisch) Mir gefällts (und rauscht erhobenen Hauptes ab.)



 
 
Die Mitwirkenden
 
Sie: Mascha
 Er: Maschas sonst ganz netter Mann.
Ärmelloses Kleid: Nellie Ottobre 2/2012
 
Requisiten
 
Stoff: Uraltteil aus dem berühmten großmütterlichen Stoffkoffer
 
 

Mittwoch, 8. Mai 2013

Me Made Mittwoch - Im Jerseyblazer

Schon eine Weile halte ich Ausschau nach einer schönen leichten Jacke für die warme Jahreszeit. Beim Gang durch die Geschäfte hat mir bislang nichts so richtig gut gefallen.  Doch  dann erinnerte ich  mich, dass mir beim Durchblättern der Ottobre ein Blazer gut gefiel. Ein noch im Winter bei Stoff & Stil bestellter dicker Jersey lag bereit und war wie gemacht für den Blazer.  
 
 
 
Heute war es so ein warmer, sonniger Tag, dass ich den Blazer nur am Morgen trug als ich Frl. Wackelzahn zur Schule chauffierte. Schon wenig später, als ich mit dem Rumpel auf dem Fahrrad unterwegs zum Kinderarzt war, musste der Blazer zuhause bleiben. Schade eigentlich, denn ich bin sehr zufrieden, mit der Passform, dem Schnitt und überhaupt. Sehr gut gefallen mir die Raglanärmel mit den Schulterabnähern.
 
 
Der ganz große Sohn, der nun alle Prüfungen hinter sich hat und eine Woche zuhause abgammeln kann,  tat mir den Gefallen und schoß ein paar Fotos im wilden Wald hinter unserem Haus. Ich stehe da inmitten von Maiglöckchen, die in wenigen Tagen aufblühen werden.


Die Knöpfe finde ich ganz bezaubernd, sie habe ich in Pankow in dem kleinen Kurzwarenladen in der Breiten Straße erstanden. Wegen der Enge des Ladens muss die Kundin über den Verkaufstresen hinweg auf die Knöpfe starren und versuchen in einer Vielzahl die Richtigen zu entdecken. Dank des kleinen Stoffstückchens, das ich der Verkäuferin reichte, suchte sie mir die Knöpfe heraus. Danke nochmal, wer weiss, ob ich sie selbst auch auserkoren hätte. Die Webbänder auf den Taschen sind tatsächlin gewebt und aus Baumwolle. Bislang verschönerten sie zwei Armstulpen, die ich mir vor vielen Jahren in Friedrichshain in einem kleinen Lädchen in der Wühlischstraße kaufte. Die Armstulpen waren wohl mal ausgediente Pulloverärmel oder gar Socken gewesen, auf die Jemand liebevoll mit der Hand das Webband aufgenäht hat. Genau diese Armstulpen trug ich an dem Abend vor acht Jahren, als ich meinen Mann in der Kalkscheune bei der "Schönen Party" kennen lernte. Dieses kleine Detail bedeutet mir also viel. Und es war eine ganz schöne Frickelei die Dinger an die Taschen zu bekommen, weil mir die Idee erst kam, als die Taschen schon angenäht waren. Ich bin ganz zuversichtlich, dass sich die Arbeit gelohnt hat und die Jacke viel getragen wird. Genäht hat sie sich recht einfach und ich musste keine Änderungen vornehmen.
Ach, der Rock ist auch selbstgenäht. Wer mehr zu ihm erfahren will, kann hier klicken.

Schnitt:
Ottobre 2/2013, Nr. 12 Dark Chocolate Jerseyblazer

Wie immer am Mittwoch können sich alle Hobby-Schneider in selbst genähten Klamotten hier versammeln. Vielen Dank an  Meike, die heutige Gastgeberin.




 
 

 
 
 
 
 
 
 

Mittwoch, 17. April 2013

Me Made Mittwoch - Der Küchengardinen-Rock

Ich will es ganz kurz machen. Eigentlich war für den heutigen Tag etwas Anderes geplant, aber die zwei Kleinen sind trotz, oder wegen des schönen Frühlingswetters krank. Es wird um die Wette gehustet und ich bin im Nasenputz-Dauereinsatz. Wie gut, dass ich schon gestern die Fotos für meinen heutigen MMM-Beitrag gemacht habe.


Erst einmal was zum Stoff: Meine Oma, die auch immer viel genäht hat, gab mir vor einiger Zeit einen Koffer mit alten Stoffen. Darin befand sich auch dieser organge, grau, geblümte Stoff, der es mir sofort angetan hatte. Er ist ziemlich dünn und ich vermute, dass etliche Meter dieses Stoffes in den 70er Jahren zu Küchengardinen verarbeitet wurden.

Auf jeden Fall ist der Rock ein "Hinkucker" geworden. Als Schnitt habe ich einfach das Rockteil des Stoff & Stil-Kleides genommen, oben 15 cm abgezogen und ein dehnbares Bündchen dran genäht. Für mich ist ein unkomplizierter, bequemer Alltagsrock entstanden. Genau richtig um heute kleine Schnupfnasen zu verarzten und ein bisschen im Garten zu wühlen.

Alle anderen MMM-Beiträge werden heute von Julia (Dankeschön!) präsentiert.


Mittwoch, 30. Januar 2013

Me Made Mittwoch - Stoff & Stil-Kleid

Ich habe mir ein Kleid genäht, bei dem sowohl das Schnittmuster als auch der Stoff von Stoff & Stil stammen.


Bevor ich euch noch etwas zum Kleid erzähle, muss ich noch ein paar Worte zu meinem gegenwärtigen Befinden los werden. Bloß nicht frieren! Das ist momentan mein Hauptmotto, wenn ich mir am Morgen meine Kleidung zusammen suche. Das sind dann Strumpfhose, Jeans, mehrere Schichten aus Hemd, Shirt und dickem Wollpullover. Die Außenschicht ist eine dicke Winterjacke, vom deutschen Hauptoutdoorausrüster, die mir täglich mehrere Male an Frauen aller Altersgruppen begegnet. Dann natürlich auch eine Mütze, die dazu verleitet, ohne Frisur aus dem Haus zu gehen, dicke Fäustlinge und Schal. Die Schuhe unförmig, aber warm sind dänische, lammfellgefütterte Duckfeets.
Das alles trägt nicht dazu bei, mich besonders wohl zu fühlen. Da ich auch kein Büro aufsuche, kann ich mich kleidungstechnisch richtig gehen lassen. Ach ja, das Thema, ob ich bald wieder ins Büro gehe oder nicht, beschäftigt mich gerade wieder sehr. Der Vater meiner Kinder ist vier Tage in der Woche in einer großen deutschen Stadt, weit, weit weg von Zu hause. Sein Beitrag zur Familienarbeit beschränkt sich daher auf tägliche Anrufe und das Wochenende. Nun ja, mit einem Kleinkind, einer Erstklässlerin, einem 13jährigem und einem 16jährigem kommt nicht gerade Langeweile auf, wenn der Alltag allein gemeistert werden will. Überwiegend genieße ich es, Zu hause zu sein und mich voll um die Familie kümmern zu können. Nur von Zeit zu Zeit stellt sich auch mal Unzufriedenheit ein. Dann sage ich mir immer, dass es nicht immer nur schön sein kann und dass eine Erwerbstätigkeit andere Probleme aufwerfen würde.

Nun aber zurück zum MMM und meinem Stoff & Stil-Kleid.




Der Stoff ist wirklich schön der Schnitt (Kleid 23069 aus dem Herbst/Winter-Katalog 2012) eigentlich auch. Wobei diese Kleider mit Taillenband nur gut aussehen, wenn sie richtig sitzen und das tun sie selten auf Anhieb. In meinem Fall habe ich im Nachhinein, die Taille um ca. 3cm beidseits verschmälert, am Armausschnitt noch mal 1 cm weggenommen und die Schulter um 2,5 cm verkürzt. Trotz all dieser Änderungen sitzt das Kleid bei mir nicht perfekt. Vor allem der Ausschnitt ist etwas zu weit, so dass er wellt. Das scheint mir die hohe Kunst am Nähen zu sein, dass frau in der Lage ist, die richtigen Änderungen vorzunehmen und dass am Besten schon am Schnitt. Wenn ich das Kleid noch einmal nähe, werde ich das Taillenband nicht mir der Overlock annähen, sondern mit dem Gradstich der Nähmaschine. Davon verspreche ich mir, die Ecken besser hin zu bekommen, das war ein ganz schönes Gefummel.



Trotzdem denke ich, dass das Kleid das Zeug dazu hat, mein Wohlbefinden zu steigern. Für mich ist dieses Kleid der Auftakt in ein neues Jahr mit Selbstgeschneidertem und ich freue mich schon auf wärmere Temperaturen.
Jetzt bin ich gespannt, was all die anderen MMM-Teilnehmerinnen so tragen. Vielen lieben Dank an die heutige Gastgeberin Wiebke von Kreuzberger Nähte.


Mittwoch, 21. November 2012

MMM - gewickelt

Am Abend trifft man mich strickend an und ansonsten werden meine handarbeitlichen Ambitionen momentan durch Projekte in Schule und Kindergarten gebunden. So dasss ich mich freue, wenigstens einen schnellen Rock für mich genäht zu haben.

 
Der Wickelrockschnitt  mit dem klangvollen Namen Serena  ist in der Ottobre 2/2012 zu finden. 
 
 
Letztes Jahr zu Weihnachten habe ich dem kleinen Rumpel eine Weste aus einen feinen Wollstoff  genäht und das Schulmädchen bekam erst kürzlich einen etwas längeren Rock mit Bündchen aus Wollwalk . Die Stoffreste aus diesen beiden Projekten habe ich in meinem Wickelrock verarbeitet.
 
 
Der Rock lässt sich recht schnell und unkompliziert nähen und durch die jeweils zwei Abnähner hinten und vorne sitzt er gut. Wichtig ist vor dem Zuschnitt die richtige Größte anhand des eigenen Hüftumfanges zu ermitteln. Bei mir ist er ein bisschen reichlich geraten aber auf eine Nachbesserung habe ich im Moment so gar keine Lust.
Das Shirt zum Rock ist gekauft, bereits 6 Jahre alt und sehr gern getragen. Den Schnitt habe ich mal abgenommen und dieses Shirt danach genäht.
Meine Schultern wärme ich mit einem uralten Tuch, das ich von meiner russischen Großmutter habe. Auf dieser Art dem Herbstfrösteln zu entgehen,  kann ich nur empfehlen. Leider erfordert ja das Selber-Stricken eines solchen Schultertuches viel Geduld und auch Könnerschaft. Auf meiner Was-ich-in-diesem-Leben-noch-stricken-möchte-Liste steht genau so ein Tuch und es existiert auch eine mir dankenswerter Weiste von Wiebke überlassene Anleitung dazu. Liebe Wiebke (vielleicht liest du das hier) ich hab gehörig Respekt vor dem Tuch, aber eines Tages...
 
So, jetzt noch ein Dankeschön  an Melleni, der heutigen Gastgeberin des Me Made Mittwoch, wo sich wieder viele Damen in Selbstgeschneidertem versammelt haben.

Mittwoch, 12. September 2012

MMM - Herbstjäckchen

Jahreszeitenbedingt trägt das heute hier vorgestellte Jackenmodell den Oberbegriff "Herbstjäckchen". Als ich die ersten Maschen anschlug tat ich das im Rahmen des von Cat ins Leben gerufenen "Frühlingsjäckchen Knit Along". Tja, das mit dem Frühling hat nicht ganz geklappt. Aber nun nach mehrmaligem Aufribbeln und akuten Strickunlustphasen ist die Jacke endlich fertig.


Mit der Jacke bin ich ganz zufrieden, einzig ein paar Falten im Achselbereich fallen mir störend ins Auge. Noch bin ich mir nicht ganz sicher, ob die Ärmel dort einfach zu weit sind, oder ob es an der Raglanpasse liegt. Gerade habe ich gesehen, dass die Dame bei Drops auch diese Falten im Achselbereich hat, die gehören wohl dazu. Schön ist, dass die Jacke theoretisch ganz ohne Nähte auskommt. Theoretisch deshalb, weil ich praktisch die Ärmel auf der Rundnadel gestrickt habe. Mit dem Nadelspiel das Muster zu stricken überforderte mich etwas. Mehr zum Strickmuster gibt es hier nach zu lesen.



Zur Jacke trage ich heute meinen blauen Rock, ein absolutes Lieblingsstück, den ich das ganze Jahr
über trage und in dem ich mich sehr wohl fühle.

So, jetzt habe ich noch Einiges vorzubereiten, denn wir werden heute den 16. Geburtstag meines großen Sohnes feiern. Aus diesem  Anlass kommt hier noch ein kleiner Spass:

Wenn man 16 Jahre alt ist kann man schon:

- Am We bis nachmittags durchschlafen
- stundenlang Fifa 12 an der Playstation spielen
- ein Jahr das selbe Paar Schuhe tragen und unmißverständlich erklären, man braucht keine Neuen
- in allen Lebenslagen sms empfangen und versenden
- seinen jüngeren Bruder noch immer mit Hingabe ärgern
- sich auf kleinen Trampelpfaden durch sein Zimmer bewegen, ohne auf die dort lebenden Mikroorganismen, die sich von Chipskrümeln ernähren, zu treten
- hitzige Diskussionen darüber führen ob der Auftrag, die Spülmaschine auszuräumen, gerecht ist
- usw. ...


Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!


Noch mehr  Me Made gibt es hier zu sehen. Lieben Dank an Julia,  die heutige Gastgeberin.
 



 
 


Mittwoch, 5. September 2012

MMM - Viertel-Tellerrock

Catherine hat in ihrem heutigen Post davon geschrieben, dass sie das Unausweichliche, den Herbst, schon überall erkennt und sich ihm stellt. Ich habe so ungefähr ne Ahnung davon, was sie meint. Vielleicht so nach dem Motto, lieber gleich Herbst dann habe ich es hinter mir. Das kann ich gut nach vollziehen. Für mich hat diese Zeit zwischen noch Sommer und dunklem, kalten, nassen Herbst etwas Melancholisches. Vergänglichkeit liegt in der Luft,  Blüten und Früchte sind so voll und reif, dass das nahende Ende  bereits zu sehen ist. Die Natur schwelgt im Überfluss.
So, wie kriege ich jetzt die Kurve zu meinem heutigen MMM-Outfit? Ja, genau: Weil also die kalte Jahreszeit naht, die durchaus auch ihre Reize hat (Wollkleider und -röcke, Stiefel, Mäntel, dicke Schals) bin ich heute noch einmal in meinen Viertel-Tellerrock geschlüpft, der nun wirklich mehr was für wärmere Tage ist.







Wenn ihr mehr zum Schnitt des Rockes und dem vernähten Stoff erfahren wollt, dann könnt ihr das hier nach lesen. In den Kommentaren zum Rock-Post wurde nach der Tragbarkeit eines mit Schrägstreifen versäuberten Rockbundes gefragt. Da zu kann ich jetzt, nach dem ich den Rock einige Male getragen habe antworten: Es geht und eigentlich sehr gut, wie ich finde, es leiert nichts aus und beult auch nichts.
Was mich noch nicht ganz zufrieden macht ist die Tatsache, dass der Rock sehr auf der Hüfte sitzt. Das Problem bei einem Tellerrock ist, dass frau von dem gemessenen Hüftumfang einige cm abziehen sollte, da der Stoff durch den schrägen Fadenlauf beim Zuschnitt am Bund sehr dehnbar wird. Wie dehnbar genau ist leider schlecht vorher zu sagen...

Mal sehen, wie zufrieden die anderen Damen,  mit ihrem Selbstgeschneidertem sind. Zum Staunen bitte hier entlang. Und lieben Dank an die heutige Gastgeberin.

Mittwoch, 29. August 2012

Me Made Mittwoch - Das Einschulungskleid

Die Letzten werden die Ersten sein...

Genau! Und deswegen bin ich heute hier  mit meinem Fadenwirrwarr-Kleid,
 das eigentlich schon beim letzten MMM vor der Sommerpause seinen großen Auftritt haben sollte.

 
Nach der Rückkehr aus dem Urlaub habe ich mir das störrische Ding noch mal vorgenommen. Die Sache mit den Paspeln wollt partout nicht klappen und als sich bei der Anprobe noch herausstellte, dass die Taille weiter nach oben musste, habe ich einfach den im Schnitt vorgesehenen Bund weggelassen und das Oberteil direkt mit dem Unterteil verbunden. Da hat es dann auch mit der Paspel geklappt. Den Saum habe ich mit der Hand genäht. Das habe ich das erste Mal gemacht und es ging ganz gut. Danke noch mal für eure Tipps. Ob der Saum jetzt so richtig ordentlich und gut ist kann wohl nur jemand beurteilen, der vom Fach ist. Ich werde mal meinen Nählehrer fragen, damit ich beim nächsten Handsaum weiß, worauf es ankommt. 
 
Der Schnitt ist das Kleid Nr. 105 aus der Knipmode Special Sommer 2012 und der Stoff  ein changierender, leichter Baumwollstoff, den ich schon vor längerer Zeit bei Frau Tulpe gekauft habe.
 Für den Kragen verwendete ich  weißes Baumwoll-Leinen von S&S .

 
Zur Einschulung von Frl. Wackelzahn hatte das Kleid seinen großen Auftritt (Komplimente für das Kleid gingen runter wie Öl) und bis zum Schluss habe ich gebangt wie das Wetter wird, weil ich keine dazu passende Jacke fand/finde. Zur Not friere ich auch schon mal, wenn es denn besser aussieht. Das war aber nicht nötig, denn die Sonne lachte mit uns. So hat das Kleid sich nun auch seines Arbeitstitels "Fadenwirrwarr-Kleid" entledigt und heißt für mich jetzt mein "Einschulungskleid".

Also, ich freue mich wirklich, wirklich sehr, dass nun wieder Me-Made-Mittwoch-Zeit ist und finde es eine Super-Idee dem MMM ein eigenes Zuhause zu geben in dem er von fantastischen Näherinnen/Bloggerinnen behütet wird. Sicher fiel es Cat auch ein wenig schwer das "Kind" ziehen zu lassen. Aber so ist das wohl, wenn ein Kind flügge wird... die Sache mit dem lachenden und dem weinenden Auge - ihr wißt schon...
 
 
 

Mittwoch, 13. Juni 2012

MMM - Mein "Unsere kleine Farm"-Kleid



Also, der Plan war: mir ein ich-schlüpf-mal-rein-und-geh-in-den-Garten- oder ein ich-werf-es-mir-über-und-radel-zur-Kita-Kleid zu nähen. So ganz unkompliziert, ihr wisst schon. So, dass frau nicht gleich so aufgebrezelt aussieht.


Hat ganz gut geklappt, wie ich finde. "Unsere kleine Farm" kennt das hier noch jemand? lässt grüßen. Deswegen bin ich auch ganz stilecht mit Omas Unterrock und den Holzbotten unterwegs. Der Unterrock ist wirklich von der Oma und stammt noch aus DDR-Zeiten. Nach der Wende und eigentlich noch bis vor ein zwei Jahren hatte ich mit dem ganzen Ost-Kram nichts am Hut. Meine Mama bot mir immer mal wieder das eine oder andere gute Stück an, das ich dankend ablehnte. Jetzt scheint genug Zeit vergangen zu sein. Auf einmal erfreue ich mich an solchen Dingen. Ob es Kinderbücher, alte Namensetiketten, Bügel oder Bettwäsche sind. Ich glaube ich werde alt ...kopfschüttel.




Für alle nicht Eingeweihten: VEB = Volkseigener Betrieb
in diesem Fall für Wäschemoden


Der Schnitt ist das Modell Nr. 3 aus der  Ottobre Women 2/2012. Bei der Größenwahl bin ich nach meinem Brustumfang gegangen. Es hätte aber ruhig eine Nummer kleiner als angegeben sein können. Das zu viel an Weite im Oberteil habe ich mit zwei Bändern, die am Rücken zusammen gebunden werden, bekämpft.



Genäht hat sich das Kleid recht fix, es gibt ja auch keine RV-Falle ;-) und schon wieder bin ich um eine Anpassung drum rum gekommen (Bindebänder im Rücken zählen nicht wirklich als Anpassung, oder?) Davor habe ich noch immer Bammel. Also, für alle, die sich ein schnelles "Alltagskleid" nähen wollen und kein Problem mit dem leicht trachtigen Style haben, nur los. Zur Not taugt es auch als Nachthemd.

Der Stoff ist übrigens vom Maybachmarkt und eine richtig schöne Baumwolle. Melleni hat den selben auch schon für ihr Clush- of -Cultures- Kleid vernäht.




So, ich hole dann mal die Kühe aus dem Stall, beschneide mit Henkelkörbchen am Arm die Rosen, ähhh, steige aufs Fahrrad und radle in den Kindergarten, wollte ich sagen.

Noch ganz viel mehr schöne Sachen gibt es wie immer mittwochs bei der wundervollen Cat  (DICKES DANKESCHÖN!)  zu sehen.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Me Made Mittwoch

den letzten MMM vor der Sommerpause kann ich einfach nicht ignorieren. Auch, wenn ich nichts Neues zu präsentieren habe, mache ich mit.




Der Rock, ist einer der Ersten, die ich mir genäht habe, kurz nach dem ich zum Geburtstag im März 2011 die Nähmaschine geschenkt bekam. Der Stoff ist ein Kokka von Echino, gekauft bei Frau Tulpe. Das Muster spricht für sich und ich finde es nach wie vor fantastisch. Genäht habe ich den Rock  nach  dieser Anleitung von Cocoschock, die mich mit ihrem Blog  sehr zum Nähen inspiriert hat.

Alle MMM-Beiträge hat Cat (DANKESCHÖN!) hier gesammelt.

Mittwoch, 30. Mai 2012

Me Made Mittwoch - Rotes Konfetti-Kleid





Der Damm scheint gebrochen, denn ich habe mir ein Kleid genäht und es passt. Vielleicht meinte es der Schneidergott aber auch nur gut mit mir, um mich bei der Stange zu halten. Während des ganzen Nähprozesses ließ ich mich zu keinerlei Vorfreude hinreißen. Ich rechnete ständig damit, dass gleich irgend etwas schief geht und alle Mühe umsonst war. Ich bin ja sonst eher die, die sich sklavisch an die vorgegebenen Schritte in den Nähanleitungen hält.  Bei diesem Kleid gebrauchte ich meinen eigenen Verstand, da mir eine englische Nähanleitung viel zu suspekt ist. Vielleicht trug das auch zum Gelingen bei.



Bei der Größe habe ich mich einfach an meinem Brustumfang orientiert und das Beste für die restliche Passform gehofft. Das Kleid ist mir sozusagen ohne irgendwelche Änderungen auf den Leib geschneidert und passt perfekt, wenn ich einatme. Beim Ausatmen merkt man dann, das ein wenig mehr Spiel in der Taillengegend nicht geschadet hätte.




Der Schnitt ist Simplicity 2180 und ich habe Modell E, bei dem ich einfach die Ärmel weggelassen habe,  genäht. Der Stoff ist das Baumwollleinen von Stoff&Stil. Bei der Lieferung erinnerte mich der Stoff stark an den Fahnenstoff aus DDR-Zeiten. Kennt ihr den? Wir haben uns in schwarz daraus Hosen genäht, damals in den wilden 80er, als wir "The Cure" usw. hörten und uns "New Romantics" und "Gruftis" nannten. Ich habe noch Fotos aus der Zeit, auf denen würde meine eigene Mutter mich nicht erkennen. Aber ich schweife ab. Also so vernäht ist der Stoff gar nicht schlecht, zumal sehr preiswert (irgendwas um die 4 Euro, wenn ich mich recht erinnere). Er hat einen guten Stand und ist halt sehr rot, rot. Aber ich habe schon eine Gelegenheit, an dem ich das Kleid tragen werde. Am Samstag hat Sohn Nr. 2 ein Fest zum Ende seiner Grundschulzeit. Wir haben da so eine überambitionierte Elternsprecherin, die anscheinend den Abschluss der 6. Klasse mit dem Abitur verwechselt und im ganz großen Stil organisiert hat.





So, dass Geheimnis der Passformänderungen habe ich noch immer nicht entschlüsselt. Ich hoffe, dass mich mein Grundkurs in Schnittkonstruktion, wenn ich denn irgendwann  mal wieder hingehen kann, da weiter bringt. Wie haltet ihr es denn so damit? Näht ihr alle brav Probekleider und übertragt dann die Änderungen auf den Schnitt? Oder näht ihr drauf los und dann wird passend gemacht, was nicht passt? Oder aber erkennt ihr schon vor dem Nähen welche Änderungen notwendig sind? Fragen über Fragen, vielleicht kann ja jemand ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Ich würde mich sehr freuen!

Noch mehr schöne Kleidung gibt es wie immer bei Cat zu sehen.