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Montag, 28. Oktober 2013

THE BROKEN CIRCLE BREAKDOWN

Das ist mir seit dem ich das "Herz von Jenin" vor 4 Jahren im Kino sah,  nicht mehr passiert, dass   mich ein Film so sehr beeindruckt, berührt und mitgenommen hat.

"The Broken Circle Breakdown" erzählt die Geschichte des Lebens, der Liebe, der Leidenschaft, der Wut, der Verzweiflung, der Unvollkommenheit, der Freundschaft, der Angst, der Einsamkeit, des Scheiterns und des Schmerzes.
 


...und der Film ist voll großartiger Musik, ohne die er fast unerträglich wäre.
 
 

Das erste was ich tat, als ich Freitagnacht nachhause kam, war mir den Soundtrack zum Film und die DVD zu bestellen.

Montag, 25. März 2013

Und, wie war dein Wochenende?

Schön! So gefällt mir der Winter. Die klare, kalte Luft macht den Kopf frei und der strahlende Sonnenschein gute Laune. Mit den zwei Kleinen haben wir einen Ausflug nach Lanke, an den Hellsee gemacht. Das tat so gut, die wärmende Sonne im Gesicht zu spüren und die rotbackigen Kleinen in ihrer Ausgelassenheit gemeinsam mit dem Ehemann zu genießen.

 



Es ist noch nicht lange her, dass wir aus der Bibliothek den "Traumzauberbaum" ausgeliehen haben. Das Schulmädchen ist sofort in den Sog der Geschichtenlieder geraten. Der sprechende Baum und die zwei kleinen Waldgeister haben es ihr angetan. Am Sonntagnachmittag, als das Schulmädchen an einem Bild vom Traumzauberbaum malte, erzählte ich ihr, dass ich  als kleines Mädchen auch in diesen Geschichtenliedern versunken  bin.  Noch heute kann ich viele Texte auswendig und es ist ein schönes, komisches Gefühl, wenn das kleine Mädchen  die vertrauten Lieder vor sich hin trällert. Wir schauten uns gerade meine alten Schallplatten an, als die großen Jungs vom Papa-Wochenende nachhause kamen und uns erzählten, dass Reinhard Lakomy an diesem Wochenende gestorben ist. Das stimmt mich traurig und gleichzeitig freut es mich, dass diese Schätze an Kinderliedern weiterleben und über seinen Tod hinaus Kinder in eine fantastische Welt entführen.


Dienstag, 5. Februar 2013

Spazierengehen mit Kindern und andere Hindernisse

Samstag war bei uns Kinderprogramm angesagt. Mit den zwei Kleinen ging es ins Labyrinth. Ein Ort, an den sich Eltern kleinerer Kinder in der kalten Jahreszeit retten, in der Hoffnung dem Nachwuchs anspruchsvolle, fördernde, fordernde Unterhaltung zu bieten um danach mit müden Kindern nachhause zurückkehren zu können. Der erste Fehler war, dass ich nicht an dicke Socken gedacht habe. Erwachsene in Strümpfen (und dann noch auf fußkaltem Boden) haben so etwas Unwürdiges. Die Kinder bekamen jeweils ein paar Stoppersocken, aus einer Sammelkiste, für liegengelassenen Socken. Zu Beginn war es noch recht leer und dadurch übersichtlich. Aber schnell füllte sich die ehemalige Fabrikhalle und stieg der Lärmpegel. Der zweite Fehler war, dass wir (Reiswaffeln zählen nicht) nicht ausreichend Proviant dabei hatten. Der kleine Rumpel freute sich über sein gekauftes Bio-Würstchen, während das Schulmädchen laut wehklagend nach adäquater Nahrung (Brötchen mit Ketschup?) verlangte. Das vom kleinen Bruder verschmähte Vollkorntoast konnte sie nicht trösten. Um die Situation zu entschärfen, kaufte der Papa ein halbes Kilo Gummischlangen , die wir in familiärer Eintracht verzehrten.
Wenig später -ich schuf gerade mit dem Schulmädchen ein Kunstwerk aus Wollresten- lieferte sich der Vater mit dem Sohne einen Kampf mit überdimensionalen Buntstiften aus Schaumstoff, welcher jäh mit den Worten: "Keine Gewalt bitte!"  von einem Ordner unterbrochen wurde. Ja, er hatte recht. Wenn das alle machen würden!
Der kleine Rumpel, der sehr Kochbegeistert ist, erkundete gemeinsam mit mir die Ess- und Kochgewohnheiten fremder Nationen und das Schulmädchen verstauchte sich beim Hüpfen den Fuss.
Der Schmerz währte nur kurz, denn eine Lautsprecherdurchsage rief alle interessierten Kinder zum Vorlesen eines fremdländischen Märchens in die mongolische Jurte. Die vergeblichen Versuche der Vorleserin  gegen die Geräuschkulisse von Außen anzusprechen honorierten meine Kinder nur mit: "Mama, ich will wieder raus."
Ein suchender Blick in die Menge, kein zu uns gehörender Vater in Sicht. Dieser hatte die Chance genutzt und sich einen Kaffee geholt. Just in diesem Moment mussten beide Kinder gaaaanz dringend aufs Clo. Das "Labyrinth"  hat an alles gedacht, auch an kleine, auf Kinderhöhe angebrachte Waschbecken. Nur die Mutti hat mal wieder nicht an alles gedacht und hatte anschließend einen nassen kleinen Jungen an der Hand.
Unsere letzte Station war ein nachgebauter Unterrichtsraum, in dem  die Kinder die Wahl hatten, zwischen dem Erlernen chinesischer Schriftzeichen und  einem deutsch/arabisch/hindi-Memory. Ihre Wahl fiel auf  entspanntes Rumliegen  und Holzwürfel stapeln.  Nachdem wir ca. 10 min. dem kleinen Rumpel anfangs noch begeistert, dann gelangweilt beim Stapeln  zuschauten trafen sich die Blicke des Elternpaares. Ein übereinstimmendes Nicken, ja, es ist Zeit.
In der Garderobe dann kurzes Bangen, ob wir unsere Jacken und Schuhe wieder finden. Der Rumpel- und Schulmädchenvater, haha, immer für ein Späßchen zu haben, verspürte Lust nach ein bisschen Aufmerksamkeit und rief theatralisch, nachdem er endlich die passenden Jacke in der Hand hielt: "Das Mädchen, dem diese Jacke passt,  soll meine Frau werden". Betretende Blicke der weiblichen Familienmitglieder auf den Boden. Dann ist es geschafft, wir sind auf dem Heimweg.
Berlin ist groß, der Weg nachhause nicht gerade kurz, es war fast geschafft, da ertönt ein Aufschrei aus der  hinteren Sitzreihe: "Meine Handtasche!!!!".
Die Handtasche ist aus cremefarbenden Leder, garantiert nicht handgegerbt, liebevoll mit Filzstift bemalt und dereinst von Oma ausgemustert. Gefüllt ist sie mit unschätzbaren Werten und Bargeld in Höhe von mindestens 3 Euro, wie uns das Schulmädchen unter Tränen versichert.
Es hilft alles nichts, wir müssen umkehren.



Am Sonntag stand dann ein Spaziergang auf dem Programm, der  uns in ein  Forst- und Weidelandprojekt führen sollte. Den Kindern wurde der Ausflug mit den dort lebenden Wildpferden schmackhaft gemacht. Zu Beginn des Weges, es ging bergab, beglückwünschten wir uns noch zu der Entscheidung, die Fahrräder mitgenommen zu haben. Die Kinder fuhren voraus, die Eltern eilten hinterher. Dieser Zustand hielt ungefähr zwei Minuten an.


Der Rumpel interessierte sich mehr für Stöcke und beide Kinder für zugefrorene Pfützen. Das Schulmädchen wollte nicht alleine voraus fahren und drohte ständig bei dem Versuch  sich unserem Schneckentempo anzupassen, vom Rad zu fallen.  Von den blöden Pferden weit und breit nichts zu sehen. Bereits die zweite Familie mit Kindern überholte uns im zügigen Spazierschritt. Mittlerweile schob der Mann und Vater das Rad des Schulmädchens mit der einen, während er Rumpels Laufrad in der anderen Hand trug. Das Schulmädchen quengelte während sich der Rumpel nicht aus der Ruhe bringen ließ und mehr stand, als er ging.


Ein kurzer Versuch ein Gespräch zwischen Erwachsenen zu führen wurde im Keim erstickt.  Wir veständigten uns darauf, dass wir keine Spaziergehkinder haben und ihre Qualitäten anderswo liegen müssen und beschlossen einen Bogen schlagend zum Auto zurückzukehren. Kurz vor dem Ziel verweigerte sich Rumpel vollständig und entfachte in mir einen Anfall schlechter Laune, denn der Rest der Familie befand sich bereits außer Hörweite.
Die allgemeine Stimmung hellte sich erst auf als wir vor dem Restaurant hielten...

Über den Aufenthalt mit kleinen Kindern in Gastätten vielleicht an anderer Stelle mehr.



Montag, 10. September 2012

Baumhausbauer - Teil III


 
Es ist vollbracht, das Baumhaus ist so gut wie fertig!
Frl. Wackelzahn lud gestern die Kinder aus der Straße zur Baumhaus-Party ein.
  Es gab Mamorkuchen und selbst geflückte Äpfel.
 Für 17 Uhr hatte das Frl. geladen und als es soweit war, drängelten sich neun Kinder auf ca. 5 qm. 
Diese Belastungsprobe hat das Baumhäuschen bestanden. Jetzt freuen wir uns auf regen Spielbetrieb.
 
Ich bin übrigens sehr froh zu sehen, wie frei sich die Kinder hier hin und her bewegen können, sich gegenseitig besuchen und mit Roller, Fahrrad und Co. auf der Straße spielen. Als meine zwei großen Jungs noch klein waren haben wir in Berlin gelebt, mitten in F-hain. Viele Nachmittage haben wir auf dem Spielplatz verbracht. Ab einem bestimmten Alter sind die Kinder aber zu "groß" für den Spielplatz und zu "klein" um alleine auf den Straßen der Stadt unterwegs zu sein. Dafür gibt es auch einen Begriff die so genannten "Lücke-Kinder". Ich weiß, alles hat was für sich die Stadt und das Land. Momentan erfreue ich mich sehr an der wachsenden Selbstständigkeit meiner Tochter, die auch für uns mehr Freiheit bringt und sie genießt es, auch mal nicht unter den Augen der eigenen Eltern spielen zu können.
Und die großen Jungs? Sind jetzt wohl in dem Alter, wo man nicht zu den ausgesprochenen Naturliebhabern zählt. Fußballplatz ist ok. und zu den Mahlzeiten lässt man sich auch mal unter freien Himmel sehen, aber sonst werden geschlossene Räume mit Bildschirmen bevorzugt. Ach, und zur S-Bahn sind es 800 m und dann ist man in 20 min. in der großen, wilden Stadt.

Montag, 3. September 2012

Baumhausbauer - Teil II

Schöner September-Sonnenschein lud zum Baumhausbauen ein... und alle haben wieder mit gemacht. Meine Unterarme und Haarspitzen sind mit gelben, blauen und roten Farbspritzern gesprenkelt. Frl. Wackelzahn ist bereits etwas ungeduldig und mahnte den Papa an nicht so sehr ins Detail zu gehen. O-Ton: "Jetzt lass das mal, sonst werden wir nie fertig".  Um den Innenausbau etwas zu beschleunigen, hat sie schon mal in Eigenregie ein Höckerchen entworfen, sich zu sägen lassen und selbst zusammen gehämmert. Wir haben auch schon geunkt, dass wenn das Baumhaus fertig ist, der Herbst so erbarmungslos zuschlägt, dass nicht mehr viel im Baumhaus gespielt wird. Oder dass es im Winter unter der Schneelast zusammenbricht und wie ein bunter Trümmerhaufen im Garten liegt.


An der Fassade fehlen noch ein paar Holzlatten und ein Regal wird noch gewünscht. Dann ist das Baumhaus so gut wie fertig. Als I-Tüpfelchen werde ich das Häuschen dann noch mit Stoff etwas verhübschen, vielleicht ne Wimpelkette, oder eine Fahne, oder Gardinen...

Montag, 27. August 2012

Baumhausbauer

Schon lange vom Töchterlein sehnlichst gewünscht: Ein Baumhaus. Bis lang hieß es immer vom Vater meiner Kinder (und meistens gebe ich ihm auch recht): "Die Kinder müssen nicht immer alles haben. So ein  Baumhaus ist doch auch nur kurz interessant und steht dann die meiste Zeit unbespielt in der Gegend herum." Also, wir haben kein Trampolin und kein riesiges Schwimmbecken im Garten und sind der Meinung, dass es viel mehr die Phantasie anregt mit dem zu spielen, was die Natur so zu bieten hat. Das heißt so wenig wie möglich vorgefertigtes Spielzeug, keine bunten Plastik-Rutschen und Co. Statt dessen ein Klettergestell aus Birkenstämmen, eine Wippe aus einem Baumstamm, eine Baumschaukel und solche Dinge.

Ach, aber so ein Baumhaus... und wo doch jetzt im September die zwei Kleinen Geburtstag haben... Also heißt unser Projekt die nächsten Wochenenden: BAUMHAUS.

 
 
Und wie ich finde kann auch der Umgang mit Farbe und Holz sehr befriedigend sein. Eigentlich ist es das "Selber machen" was dafür ausschlaggebend ist. Es dauert zwar etwas länger, als mal schnell aus dem Baumarkt geholt und zusammen gebaut, dafür ist dann so ein Projetkt auch einmalig und teambildend ;-).

Montag, 11. Juni 2012

Mein Wochenende


Hier ein kleiner Ausschnitt meiner Wochenendbeschäftigung. Immer mal zwischendurch habe ich daran genäht, vor allem an den Fußball-Abenden. Für Fußball interessiere ich mich nur am Rande, dafür die zwei großen Jungs + der Göttergatte um so mehr. Obwohl ich diese besondere Stimmung, die an solchen Fußballgroßereigniss-Tagen herrscht irgendwie gut finde. Das aufgeregte Fachgesimpel und Getippe wer wohl gewinnt, die plötzlich leeren Straßen und der Jubel in der Nachbarschaft. Das hat schon was... Am Mittwoch zeige ich euch in aller Ausführlichkeit (freu mich schon drauf) das gute Stück.

Und sonst so?


Eine Bekannte, die als freie Musikerin arbeitet, lud mich gemeinsam mit einer Freundin zu einem Konzert in der Berliner Philharmonie ein. Es gab "Joshua" von Händel, das trifft nicht ganz meinen Musikgeschmack aber es war ein unterhaltsamer und auch sehr lustiger Abend. Es gab ein paar Sitzplatzverwechselungen in Zuge dessen wir nach der Pause kichernd die Philharmonie verließen und den Abend unter Gekicher und Gequatsche ausklingen ließen.


Während der Mann des Hauses am Sonntag einen Schrank für das Badezimmer baute (Ja! Auch er ist ein Selbermacher.) ging es per Fahrrad  mit den zwei Kleinen und den Großeltern zu einem Theater unter freiem Himmel. Ganz liebevoll vom hiesigen Bioladen organisiert gab es nach einem kleinen Spaziergang durch Wald und Feld  auf einer Wiese vor schöner Kulisse den "Gestiefelten Kater".

Ansonsten haben wir uns an den ersten aufgeblühten Ringelblumen erfreut und das nach der etwas tristen Woche schöne Wetter genossen.